Serosa
Synonyme: Tunica serosa, seröse Haut
Englisch: serosa, serous membrane
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition
Als Serosa oder Tunica serosa bezeichnet man im weiteren Sinn alle aus Mesothel gebildeten serösen Häute, also die Pleura, das Peritoneum und das Perikard.
Im engeren Sinn beschreibt der Begriff das Peritoneum viscerale, das die Bauchorgane überzieht.
2 Anatomie
Den Teil bzw. das Blatt der Serosa, das die Organe überzieht, bezeichnet man als Lamina visceralis, den Teil, der die Körperhöhle des Organs auskleidet, als Lamina parietalis.
3 Histologie
Die Serosa besteht histologisch aus mehreren Schichten:
3.1 Lamina epithelialis serosae (Mesothel)
Die äußere Schicht der Serosa, die direkt zur Körperhöhle gerichtet ist, besteht aus einem einschichtigem Plattenepithel, das man auch als Serosaepithel oder Mesothel bezeichnet. Es stammt vom mesodermalen Coelomepithel ab. Das Mesothel weist zahlreiche feine Poren auf, durch die Flüssigkeit ein- und austreten kann. Die Mesothelzellen selbst sezernieren einen feinen Flüssigkeitsfilm, der für eine Lubrifikation sorgt und so die Gleitfähigkeit der verschiedenen Serosablättter gegeneinander herstellt.
3.2 Lamina propria serosae
Unter der Lamina epithelialis liegt die bindegewebige Lamina propria serosae. Sie enthält Fibrozyten, kleine Blutgefäße, Lymphgefäße und Nervenfasern.
In der Lamina propria des Peritoneums kommen darüber hinaus die so genannten Milchflecken (Macula lactea) vor. Sie sind Ansammlungen von Zellen des Immunsystems, die aus Makrophagen, Lymphozyten, sowie Mast- und Plasmazellen bestehen.
3.3 Tela subserosa
Die Tela subserosa besteht ebenfalls aus Bindegewebe. Sie dient als Verschiebeschicht an Organen, deren Ausdehnung stark variiert, z.B. bei Harnblase, Magen oder Uterus.
Tags: Serosa
Fachgebiete: Histologie
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