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Quartärstruktur

1 Definition

Die Quartärstruktur definiert die spezifische räumliche Zuordnung der verschiedenen Polypeptidketten (Primärstrukturen) zueinander in Proteinen mit mehreren Untereinheiten. Dazu müssen sich mehrere Tertiärstrukturen aneinander lagern.

2 Hintergrund

Eine Quartärstruktur besteht im Unterschied zur Tertiärstruktur immer aus mehr als einer Primärstruktur.

Bildet die Quartärstruktur als Ganzes ein einzelnes, nur so funktionsfähiges Protein, so bezeichnet man die tertiärstrukturellen Untereinheiten als Protomere, das vollständige Protein als Oligomer. Das Oligomer Hämoglobin besteht beispielsweise aus 4 Polypeptidketten, 2 alpha- und 2 beta-Untereinheiten. Auch die Thrombozytenglykoproteine sind aus mehreren Untereinheiten zusammengesetzt.

Besteht die Quartärstruktur aus mehreren einzelnen Proteinen, die auch isoliert vollständige Proteine sind, so bezeichnet man das Ganze als Proteinkomplex. Ein Beispiel hierfür ist der ternäre Komplex aus IGF/IGF-BP/ALS, der den Insulinähnlichen Wachstumsfaktor für den Tranport stabilisiert.

Fachgebiete: Biochemie

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