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Atemwege

(Weitergeleitet von Obere Atemwege)

Synonyme: Luftwege, Atemtrakt
Englisch: airway

1 Definition

Als Atemwege werden alle Anteile des respiratorischen Systems bezeichnet, die als Leitungsbahnen zwischen Außenwelt und Alveolen dienen.

2 Nomenklatur

Im engeren Sinn sind die Atemwege nur die luftleitenden Abschnitte des Respirationstrakts. Im klinischen Sprachgebrauch werden die gasaustauschenden Abschnitte (Alveolen) jedoch in der Regel in diesen Begriff mit einbezogen.

3 Anatomie

Die Atemwege bestehen aus einer Reihe von Hohlorganen, die dem Transport der Luft in das Alveolarsystem der Lunge dienen. Sie sind zum größten Teil mit respiratorischem Epithel ausgekleidet. Teilweise enthalten sie noch spezielle Strukturen, z.B. die Nasenhaare im vorderen Abschnitt der Nasenhöhle.

Zu den Atemwegen zählen daher die folgenden Strukturen:

3.1 Obere Atemwege

3.2 Untere Atemwege

4 Histologie

Ein großer Teil der Atemwege ist mit einem spezialisierten Gewebe, dem respiratorischen Flimmerepithel, ausgekleidet.

5 Physiologie

Die Atemwege nehmen eine Reihe von wichtigen Funktionen wahr, die der Aufbereitung der Atemluft dienen. Dazu gehören vor allem die Befeuchtung und Erwärmung, die Filterung und die immunologische Abwehr. Eingedrungene Fremdkörper und Staub werden durch einen kontinuierlich ablaufenden Selbstreinigungsprozess, die mukoziliäre Clearance, entfernt.

Da die Atemwege nicht am Gasaustausch teilnehmen, wird ihr anteiliges Volumen am Atemzugvolumen als Totraum bezeichnet.

Die Luftströmung in den Atemwegen ist zum größten Teil laminar, im Bereich der Aufzweigungen der Bronchien auch turbulent. Insgesamt setzen die Atemwege dem Atemstrom einen Strömungswiderstand entgegen, den man als Atemwegswiderstand oder Resistance bezeichnet.

6 Pathophysiologie

Die Verengung der Atemwege durch eine Konstriktion der Bronchien ist ein wichtiger pathophysiologischer Mechanismus des Asthma bronchiale und der COPD.

Nach dem Gastrointestinaltrakt weisen die Atemwege die höchste Keimzahl auf. Dies hat zum einen Konsequenzen für die Erkennung und Eliminierung von pathogenen Keimen über das Mukosa-assoziierte lymphatische Gewebe (MALT), zum anderen kommt es häufig auch zu Infektionen der Atemwege, vor allem zu Bronchitiden.

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