Sekretion
(Weitergeleitet von Exokrine Sekretion)
von lateinisch: secernere - absondern
Synonym: Secretio
Englisch: secretion
1 Definition
Als Sekretion bezeichnet man die Abgabe von für den Organismus wichtigen Substanzen (beispielsweise Hormone, Verdauungsenzyme) durch spezialisierte Zellen, vor allem Drüsenzellen. Die Substanzen selbst nennt man Sekrete.
2 Sekretionsarten
Je nach Art und Ort der Sekretion werden verschiedene Arten unterschieden:
- Endokrine Sekretion (innere Sekretion, Inkretion): Abgabe der relevanten Substanzen ins Blutsystem (gegebenenfalls auch in kommunizierende Flüssigkeitssysteme wie Lymphe oder Liquor. Bei auf diese Weise sezernierten Stoffen handelt es sich meist um Hormone oder regulierende Mediatoren.
- Exokrine Sekretion (äußere Sekretion): Abgabe der relevanten Substanzen direkt oder über Drüsengänge zu inneren oder äußeren Oberflächen. Beispiele für exokrine Sekrete sind der Speichel, das Pankreassekret oder der Schweiss. Bei der exokrinen Sekretion unterscheidet man verschiedene Arten der Sekretabgabe:
- Ekkrine Sekretion: Sekretion ohne histologisch nachweisbaren Zytoplasmaverlust
- Merokrine Sekretion: Sekretion mit minimalem Verlust von Zytoplasma
- Apokrine Sekretion: Sekretion durch Abgabe von Teilen der Zelle inklusive des apikalen Teils der Zellmembran
- Holokrine Sekretion: Sekretion unter Zerfall der kompletten Zelle
Üblicherweise wird auch die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten (Exkretion) als als Sekretion bezeichnet.
3 Pathologie
Die Sekretion von Drüsen kann pathologisch verändert sein. Man unterscheidet:
- gesteigerte Sekretion: Hypersekretion
- vermindere Sekretion: Hyposekretion
Fachgebiete: Physiologie
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