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Apotheke

Englisch: pharmacy

1 Definition

Eine Apotheke ist ein Ort, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte zur Versorgung der Bevölkerung bzw. einer Gesundheitseinrichtung (z.B. Krankenhausapotheke) abgegeben bzw. verkauft werden. Darüber hinaus können einzelne Arzneimittel spezieller Rezeptur (z.B. Salben, Tinkturen) durch den Apotheker hergestellt werden. In Deutschland werden Apotheken ausschließlich von Apothekern geführt.

2 Gesetzlicher Auftrag

Apotheken stellen als Teil des Gesundheitssystems die ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicher. Die Einzelheiten dieses Auftrags sind im Apothekengesetz und der Apothekenbetriebsordnung geregelt.

Die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen wird in Deutschland von den Bundesländern überwacht, in einigen Regionen durch hauptamtlich beschäftigte Amtsapotheker.

3 Allgemeines

Heutzutage ist die Apotheke zahlreichen gesetzlichen Regelungen wie dem Arzneimittelgesetz, der Apothekenbetriebsordnung und dem Sozialgesetzbuch (Deutschland) unterworfen. Besonders aus diesem Grund besteht sehr wenig Spielraum für Preisverhandlungen und zusätzliche Leistungen.

Priorität der Apotheken sollte nach dem Selbstverständnis der Apotheker die unabhängige Beratung der Patienten respektive Kunden sein. Oftmals geraten aber der Zwang nach Umsatzsteigerung und der Wunsch, das Beste für den Kunden zu tun, miteinander in Konflikt. Die Aufforderung zu freiem Wettbewerb der Apotheken untereinander mit einer legitimen Verbilligung von Arzneimittel sehen viele Apotheker mit der Gefahr der schlechteren Beratung und eines schädlichen Mehrverbrauchs an Arzneimitteln für die Patienten.

Um dieses Problem zu begegnen, wurde die Preisbildung für verschreibungspflichtige Arzneimittel zu 1. Januar 2004 auf einen Festaufschlag umgestellt.

Da es sich bei den Medikamenten um besondere Waren handelt, die häufig Erklärung und eine gute Beratung verlangen, dürfen sie nur in Apotheken und nur von pharmazeutischen Personal (Apotheker, Apothekerassistenten, Pharmazieingenieure und pharmazeutisch- technische Assistenten (PTA), letztere unter Aufsicht des Apothekers) verkauft werden. In diesem Zusammenhang besteht auch das sogenannte Dispensierrecht der Apotheker.

Darüber hinaus gehören die pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten bzw. die Apothekenhelfer zum Personal einer Apotheke. Desweiteren gibt es die so genannte Apothekenpflicht, d.h., dass Arzneimittel, die einer Beratungspflicht unterliegen, ausschließlich in Apotheken verkauft werden dürfen. Auf diese Weise soll die Arzneimittelsicherheit gewährleistet werden. Ein Rezept ist allerdings erst dann erforderlich, wenn ein Medikament verschreibungspflichtig ist.

Um einen regelmäßig hohen Kundenstamm zu haben, befinden sich Apotheken oft in oder in der Nähe eines Ärztehauses.

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