Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.

Granularzelltumor

(Weitergeleitet von Abrikossoff-Tumor)

Synonyme: Granularzell-Schwannom, granuläres Neuroblastom, granuläres Neurom, Abrikossoff-Tumor
Englisch: granular cell tumor

1 Definition

Granularzelltumoren sind seltene, üblicherweise benigne Tumoren des Nervensystems, die sich durch die Speicherung von Lipoproteinfragmenten auszeichnen. Sie treten besonders in der quergestreiften Muskulatur von Kopf- und Halsbereich (beispielsweise Zunge oder Ösophagus) auf.

2 Histologie

Im histologischen Schnittbild erkennt man ein pseudoinvasives Wachstum in die benachbarte Muskulatur. Es stellt jedoch keine maligne Ausbreitung dar, sondern ist lediglich das Zeichen einer Wachstumsorientierung an den Muskelfaserverbänden. Eine bindegewebige Kapsel um den Tumor fehlt. Das Tumorgewebe selbst besteht aus großen, irregulär geformten Zellen mit einem betont granulären Zytoplasma ohne Atypiezeichen. Innerhalb der Tumorzellen lassen sich lipoproteidhaltige Granula nachweisen. Granularzellen reagieren immunhistologisch positiv für S-100, was ihren neuralen Ursprung belegt.

3 Symptome

Die Symptome des Granularzelltumors sind abhängig von der Lokalisation. Bei Lokalisation im Mundbereich besteht Fremdkörpergefühl; tritt der Tumor im Ösophagus auf, können Schluckstörungen auftreten. Es bestehen in der Regel keine Schmerzen oder Sensibilitätsstörungen.

4 Differentialdiagnose

5 Therapie

Die Therapie bei Granularzelltumoren besteht in der chirurgischen Entfernung des Tumorgewebes (Exzision) unter Mitnahme des umgebenden Muskelgewebes.

Fachgebiete: Pathologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

7 Wertungen (4 ø)
Teilen

20.484 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
DocCheck folgen: