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Analkanal

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Synonym: Canalis analis
Englisch: anal canal

1. Definition [bearbeiten]

Der rund 4 cm lange Analkanal ist das mit Schleimhaut ausgekleidete Lumen des Anus. Er reicht vom oberen Rand des Musculus sphincter ani internus bis zur Linea anocutanea. Im ungefüllten Zustand hat der Analkanal einen spaltförmigen Querschnitt, dessen Längsachse von ventral nach dorsal läuft. Die ventrale und dorsale Umschlagslinie des Analkanals werden als vordere bzw. hintere Kommissur bezeichnet. Die äußere Begrenzung des Analkanals ist die Anokutanlinie.

2. Embryologie [bearbeiten]

Der Afterkanal ist embryologisch betrachtet ektodermalen Ursprunges und bildet sich aus der angelegten Afterbucht aus.

3. Funktion [bearbeiten]

Der Afterkanal verbindet den Mastdarm (Rectum) mit der Außenwelt und beginnt an der Linea anorectalis, welche die Grenze zwischen der Dickdarmschleimhaut des Rektums und der unregelmäßig gebauten Schleimhaut des Analkanals darstellt.


4. Histologie [bearbeiten]

Der Analkanal bietet histologisch ein recht abwechslungsreiches Bild und lässt sich in 2 Abschnitte einteilen.

4.1. Unterer Abschnitt [bearbeiten]

Der untere Abschnitt des Analkanals ist überwiegend von unverhorntem, im untersten Bereich auch verhorntem Plattenepithel ausgekleidet. Dieser Teil wird auch als Anoderm bezeichnet und ist ektodermalen Ursprungs. Er trägt jedoch keine Hautanhangsgebilde, vor allem keine Haare.

4.2. Oberer Abschnitt [bearbeiten]

Der obere Abschnitt, der durch die in Schlangenlinien verlaufende Linea dentata markiert wird, ist eine 8-10 mm schmale Transitionalzone. Sie weist ein Übergangsepithel auf, das zwischen der endodermalen Schleimhaut des Rektums und dem Anoderm liegt. In der Übergangszone liegen die Analpapillen und die Analkrypten. Letztere enthalten die Mündungen der Analdrüsen, die mit Übergangs- oder Zylinderepithel ausgekleidet sind.

In der Submukosa des Analkanals liegt der Hämorrhoidalplexus.


5. Besonderheit und Anatomie in der Veterinärmedizin [bearbeiten]

Anatomisch werden in der Veterinärmedizin ingesamt drei Zonen unterschieden, welche je nach Tierart verschiedene Abwanldungen zeigen:

Zona columnaris:

  • Bei Fleischfresser und Schwein sind hier zahlreiche Längsfalten, Columnae anales, ausgebildet.
  • Zwischen den Längsfalten sind tiefe Einsenkungen, die Analkrypten, Sinus anales.
  • Histologie: Schleimhaut als einschichtiges Epithel mit zahlreiche Becherzellen

Zona intermedia:

  • Histologie: mehrschichtigen Plattenepithel
  • besonders bei Fleischfressern eine Engstelle im Analkanal
  • Linea anocutanea markiert die Grenze zur äußeren Haut und damit zu rdritten Zone

Zona cutanea:

  • letzter Abschnitt
  • Histologie: verhorntes Plattenepithel mit Talg- und Schweißdrüsen sowie Haare.
  • Fleischfesser: die Glandulae circumanales sowie den Sinus paraanales, die Drüsen haben Ähnlichkeit mit Talgdrüsen jedoch ohne Ausführgänge, sekretierend.

Anus: Der Anus wird nicht mehr dazugezählt, jedoch der hilfreich für das Verständnis. Er ist die Ausgangsöffnung des Darmkanals. Für seinen Verschluss (Continentia analis) sorgen zwei Schließmuskeln.

  • M. sphincter ani internus wird durch eine lokale Verstärkung der glatten Ringmuskelschicht der Darmwand gebildet.
  • M. sphincter ani externus besteht aus quer gestreifter Muskulatur.

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