SLEDD
1. Definition
SLEDD, kurz für "sustained low-efficiency daily dialysis", ist ein Nierenersatzverfahren, das häufig bei Patienten mit akutem Nierenversagen angewendet wird. Sie kombiniert Merkmale der intermittierenden Hämodialyse (IHD) und der kontinuierlichen Nierenersatztherapie (CRRT). Die SLEDD ist eine intermittierende Behandlung, die täglich wiederholt und über eine Zeitspanne von 8 bis 12 Stunden durchgeführt wird.
2. Prinzip
Die SLEDD erzielt im Vergleich höhere Blut- und Dialysatflussraten als die CRRT, aber niedrigere als die klassische intermittierende Hämodialyse. Der entscheidende Vorteil gegenüber der CRRT liegt darin, dass der Patient nicht rund um die Uhr an das Dialysegerät gebunden ist und somit zwischenzeitlich z.B. pflegerische oder physiotherapeutische Maßnahmen einfacher durchgeführt werden können. Außerdem werden in der behandlungsfreien Zeit personelle Ressourcen freigestellt, da keine maschinellen oder laborchemischen Einstellungen (z.B: Citratantikoagulation) überwacht werden müssen.
3. Literatur
- Dr. S. Zierhut, M. Kammerl: Nierenersatztherapie mittels SLEDD. Intensivmedizin und Notfallmedizin, Ausgabe 7/2009