Sekundäre Hörrinde
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1. Definition
Die sekundäre Hörrinde ist ein Kortexareal im Temporallappen (Lobus temporalis) genauer im Gyrus temporalis superior und nimmt die Areale 42 und 22 nach Brodmann ein.
2. Neuroanatomie
Sie grenzt nach lateral direkt an die primäre Hörrinde von dem sie afferent auditorische Informationen erhält und dient der interpretativen Verarbeitung. So können wahrgenommene Laute als Wörter, Melodien oder Geräusche von uns erkannt werden.
Hierbei unterteilt sich die sekundäre Hörrinde in eine dominante und nicht dominante Hemisphäre. Es ist diejenige Hemisphäre dominant, in der motorisch und sensorisch die Sprache verarbeitet wird, also bei Rechtshändern die linke Hemisphäre und bei Linkshändern die rechte oder die linke.
In der dominanten Hemisphäre werden auditorische Impulse überwiegend rational integriert und wird daher im Sinne von einem Teil des Sprachverständnisses auch als sensorisches Sprachzentrum (Wernicke) bezeichnet.
In der nicht dominanten Hemisphäre wird die "nicht-rationale" Komponente des Gehörten verarbeitet, wie z.B. das Erkennen und die Verständnis von Musik.
3. Afferenzen
Afferenzen erhält sie überwiegend aus der primären Hörrinde, aber auch von Teilen des posterioren Sprachzentrums, aus dem Gyrus angularis, welcher eine wichtige Schaltstelle zwischen visuellen und sprachrelevanten Kortexarealen darstellt.
4. Efferenzen
Efferenzen übermittelt sie in das sensorische Sprachzentrum (Wernicke) und über den Fasciculus arcuatus in das motorische Sprachzentrum (Broca), also vom Zentrum des Sprachverständnisses in das Zentrum der Sprachbildung.