Isomer
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Von griechisch: iso - gleich, meros - Teil
Englisch: isomer
1. Definition
1.1. Chemie
Die Chemie bezeichnet als Isomere zwei oder mehrere chemische Verbindungen mit der gleichen Anzahl von Atomen (Summenformel), aber unterschiedlicher chemischer Struktur (Strukturformel). Man unterscheidet verschiedene Formen der Isomerie (siehe dort).
Das chemische und physikalische Verhalten von verschiedenen Isomeren mit gleicher Summenformel kann unterschiedlich sein.
1.2. =Pharmakologie
Die beiden Isomere eines racemischen Wirkstoffes zeigen aufgrund des chemischen und physikalische Verhaltens auch unterschiedliche pharmakolgische Wirkungen. Dabei kann ein Isomer für das Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen bis hin zur Aufhebung einer Wirkung in einem racemischen Gemisch (Racemat) verantwortlich sein. Daher sollte bei racemischen Wirkstoff bevorzugt Isomere eingesetzt werden.
1.3. Kernphysik
Die Kernphysik bezeichnet als Isomere angeregte Atomkerne, die dieselbe Anzahl von Neutronen und Protonen aufweisen und damit auch dieselben physikalischen und chemischen Eigenschaften; die Nukleonen sind aber unterschiedlich angeordnet und verleihen damit den Kernen unterschiedliche Energielevel.