Linksventrikuläres Herzunterstützungssystem: Unterschied zwischen den Versionen
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* Destination therapie -> vor allem bei älteren oder multimorbiden Patienten, für die eine Herztransplantation zu risikoreich wäre | * Destination therapie -> vor allem bei älteren oder multimorbiden Patienten, für die eine Herztransplantation zu risikoreich wäre | ||
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Version vom 12. Dezember 2019, 12:24 Uhr
Englisch: LVAD, left ventricular assist device
Definition
Ein linksventrikuläres Herzunterstützungssystem, kurz LVAD, ist ein speziell für die Linksherzinsuffizienz konzipiertes Herzunterstützungssystem.
Technik
Es handelt sich um ein extrakorporales Unterstützungssystem, das die physiologischen Druckverhältnisse bei einer Linksherzinsuffizienz aufrecht erhalten kann. Das Gerät besteht aus einer batteriebetriebenen, mechanischen Pumpe, die Blut aus dem linken Ventrikel ansaugt und in die Aorta pumpt. So kann das Herz entlastet und ein genügend hoher Blutdruck erreicht werden.
Indikation
Ein linksventrikuläres Herzunterstützungssystem wird oft bei Herztransplantationspatienten angewendet, um die Wartezeit auf das passende Spenderorgan zu überbrücken (bridge to transplant). Weitere Indikationen sind
- Bridge to decision -> um mehr Zeit für die Diagnostik und eine endgültige Entscheidung zu gewinnen
- Bridge to candidacy -> Wenn der Patient/ die Patientin noch nicht die Anforderungen erfüllt, um auf die Transplantationsliste aufgenommen zu werden, die Symptome aber seine/ihre Lebensqualität erheblich einschränken
- Bridge to recovery -> zB bei einer schweren Endokarditis, bei der das Herz Unterstützung benötigt, nach der Ausheilung aber wieder voll/ausreichend funktionsfähig ist
- Destination therapie -> vor allem bei älteren oder multimorbiden Patienten, für die eine Herztransplantation zu risikoreich wäre
Kontraindikation
Aorteninsuffizienz ab Grad II