Zeis-Drüse
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Loslegennach Eduard Zeis (1807-1868) deutscher Chirurg
Synonym: Glandulae sebaceae
Definition
Als Zeis-Drüsen bezeichnet man die holokrinen Talgdrüsen (Glandulae sebaceae) im oberen Anteil der Lederhaut (Stratum superficialis dermidis) der Augenlider, die in die Haarbälge der Wimpern münden und Lipide absondern, die als Talg, Hauttalg oder Sebum bezeichnet werden.
Histologie
Die Zeis-Drüsen sind verzweigte alveoläre holokrine Talgdrüsen. Ihr mehrschichtiges Drüsenepithel besteht aus peripher gelegenen proliferationsfähigen Basalzellen, die sich zu lipidreichen Sebozyten differenzieren. Mit zunehmender Reifung füllen sich die Zellen mit Lipidtröpfchen und gehen schließlich unter, sodass ihr gesamter Zellinhalt als Sebum in den Ausführungsgang abgegeben wird.
Klinik
Eine akute bakterielle Entzündung der Zeis-Drüsen führt typischerweise zu einem Hordeolum externum (äußeres Gerstenkorn). Durch einen Sekretstau kann sich selten auch ein oberflächliches Chalazion (Hagelkorn) entwickeln. Ein Chalazion kann zudem als Folge eines abgeheilten Hordeolums entstehen.[1]
Quellen
- ↑ Gurnani B, Guier CP, Patel BC. Hordeolum (Stye) [Updated 2024 Dec 11]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2026 Jan