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Tinnitus-Masker

1 Definition

Der Tinnitus-Masker ist ein klangerzeugendes medizinisches Hilfsgerät und Bestandteil der Tinnitus-Retraining-Therapie.

2 Anwendung

Der Tinnitus-Masker sieht aus wie ein Hörgerät. Es wird im oder hinter dem Ohr getragen. Bei Letzterem besteht der Vorteil, dass der äußere Gehörgang frei bleibt. Der Tinnitus-Masker wird mit Batterien betrieben. Eine tägliche Tragezeit von vier bis sechs Stunden wird empfohlen.

3 Wirkungsweise

Der Tinnitus-Masker erzeugt ein Geräusch, das charakterisiert ist durch ein konstantes Leistungsdichtespektrum in einem bestimmten Frequenzbereich, sogenanntes weißes Rauschen. In der Psychoakustik werden diese Rauschgeneratoren im Bereich der Tinnitus-Retraining-Therapie eingesetzt. Im Gegensatz zum Tinnitus-Noiser soll ein Masker den Tinnitus vollständig überdecken ("maskieren").

4 Evidenz

Laut der aktuellen S3-Leitlinie Chronischer Tinnitus (02/2015) kann bei fehlender bzw. schwacher Evidenzlage keine Empfehlung von Rauschgeneratoren ausgesprochen werden. Generell scheint der therapeutische Nutzen einer Retraining-Therapie lediglich in der kognitiven Verhaltenstherapie zu liegen.[1]

5 Quellen

  1. AWMF S3-Leitlinie Chronischer Tinnitus, abgerufen am 02.07.2019

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Juli 2019 um 10:51 Uhr bearbeitet.

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