Szintillation (Neurologie)
von lateinisch: scintillare - flackern
Englisch: scintillation
Definition
In der Neurologie bezeichnet der Begriff Szintillation flimmernde oder funkelnde Lichtphänomene im Gesichtsfeld. Sie treten typischerweise als Szintillationsskotom im Rahmen einer Migräne mit Aura auf.
Hintergrund
Bei Szintillationen beschreiben die Betroffenen häufig:
- flackernde Lichtpunkte
- zickzackförmige Linien
- schimmernde Muster im Gesichtsfeld
Diese visuellen Phänomene entstehen durch vorübergehende Funktionsstörungen der Sehrinde.
Ursachen
Mögliche Ursachen von Szintillationen sind:
- Migräne mit Aura: Die häufigste Ursache. Die visuellen Phänomene treten meist vor den Kopfschmerzen auf und persistieren in der Regel für einige Minuten bis zu einer Stunde.
- Epileptische Anfälle: Insbesondere fokale Anfälle des Okzipitallappens können ähnliche visuelle Lichtphänomene hervorrufen.
Seltener können Störungen der Netzhaut, wie Durchblutungsdefizite oder Netzhautablösungen, flimmernde Lichtwahrnehmungen auslösen.
Diagnose
- Anamnese: Detaillierte Erhebung der Anamnese, wobei Patienten mit Migräne typischerweise über flimmernde, funkelnde Lichtphänomene berichten.
- Ophthalmologische Untersuchung: Zum Ausschluss retinaler oder anderer okulärer Ursachen für die visuellen Störungen.
- Bildgebende Verfahren: Bei atypischen oder unklaren Verläufen können MRT oder CT des Gehirns indiziert sein, um strukturelle oder andere neurologische Ursachen auszuschließen.
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Fachgebiete:
Neurologie
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