Sialorrhö
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LoslegenSynonyme: Sialorrhoe, "Sabbern" (Trivialbez.)
Englisch: sialorrhea, "drooling"
Definition
Pathophysiologie
Eine Sialorrhö tritt unabhängig von der Speichelmenge auf. Sie kann aber mit einer vermehrten Speichelproduktion (Hypersalivation) verbunden sein. Häufiger liegt eine reduzierte Schluckfrequenz, eine Dysphagie oder eine gestörte orofaziale Kontrolle vor.
Ätiologie
Sialorrhö entsteht meist durch eine gestörte Schluckfunktion bzw. orale Motorik, z.B. bei Morbus Parkinson, ALS, Zerebralparese, Schädel-Hirn-Trauma oder nach Schlaganfall.
Weitere Ursachen sind:
- Anatomisch: Makroglossie, Kieferfehlstellungen, gestörter Lippenschluss
- Hypersalivation: medikamentös (z.B. Clozapin), Schwangerschaft (meist im ersten Trimester), Reflux, Intoxikationen
- Kognitiv: eingeschränkte Wahrnehmung des Speichelflusses, z.B. bei Demenz
Bei Säuglingen und Kleinkindern (v.a. während der Zahnungsphase) ist eine Sialorrhö ein normaler, meist passagerer Befund.
Einteilung
- anteriore Sialorrhö: Speichelaustritt über die Lippen
- posteriore Sialorrhö: Ansammlung von Speichel im Pharynx bzw. Aspiration
Therapie
Die Behandlung ist abhängig von der Ursache. Sie umfasst u.a.:
- Schluck- und Haltungstraining
- logopädische Maßnahmen
- Gabe von Anticholinergika
- Botulinumtoxin-Injektionen in die Speicheldrüsen
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Fachgebiete:
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Zahnmedizin
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