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Sialometrie

1 Definition

Als Sialometrie bezeichnet man in der HNO-Heilkunde und in der Zahnmedizin die diagnostische Bestimmung der Speichelmenge.

2 Vorgehen

Bei der Sialometrie wird der Speichel während eines definierten Zeitraums gesammelt. Voraussetzungen sind:

  • nüchterner Patient (mind. 1,5 h vorher keine Nahrungsaufnahme)
  • ruhige Umgebung
  • Sammelgefäß und Stoppuhr

Während der Sammelperiode sitzt der Patient in vornübergebeugter Haltung auf einem Stuhl. Er sammelt den entstehenden Speichel zunächst im Mundboden und lässt ihn dann immer wieder komplett in einen Sammeltrichter ablaufen. Man unterscheidet:

2.1 Unstimulierte Speichelproduktion

  • Einmaliges Schlucken und Akkumulation von Speichel über 2 Minuten
  • Ausspucken des akkumulierten Speichels
  • evtl. Ausdehnung auf 5 Minuten

2.2 Stimulierte Speichelproduktion

  • Patient kaut auf Wachs oder Kaugummis ohne zu schlucken
  • Speichel wird über 5 Minuten gesammelt

Am Ende der Sammelperiode lagert man den Speichel, bis sich der Schaum aufgelöst hat, und misst anschließend die Menge. Dabei gelten folgende Referenzbereiche[1]:

Ruhesekretion Stimulierte Speichelsekretion
Hypersalivation > 1 ml/min > 3,5 ml/min
Normosalivation 0,25-1 ml/min 1,0-3,5 ml/min
Hyposalivation 0,1-0,25 ml/min 0,5-1 ml/min
Xerostomie < 0,1 ml/min < 0,5 ml/min

3 Quellen

  1. Siedek, V; et al. (2008). "Causes and Diagnostic of Chronic Xerostomia". MMW - Fortschritte der Medizin 150 (5): 30. 

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