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Saugbiopsie

Synonyme: Vakuumbiopsie, Vakuum-Saug-Biopsie

1 Definition

Die Saugbiopsie ist eine Form der Gewebeentnahme (Biopsie), bei welcher der suspekte Gewebebereich mit einer Kanüle punktiert und von dort durch Unterdruck Material angesaugt wird.

2 Technik

Bei der Saugbiopsie kommen mehrere Komponenten zum Einsatz:

  • Eine Interventionsnadel, die zum Biopsiebereich vorgestoßen wird
  • Eine innere Schneidkanüle, die das Gewebe aus dem Gewebeverband löst
  • Ein Driver, der durch Zahnräder mit der Interventionsnadel verbunden ist und die Schneidkanüle rotiert
  • Eine Vakuumpumpe, die einen Unterdruck in der Biopsiekammer erzeugt

Der Zugang erfolgt über einen kleinen (etwa 5 mm) Hautschnitt unter Lokalanästhesie. Der Driver versetzt die Schneidkanüle in eine schnelle Rotation. Durch das manuelle Vorschieben der Kanüle kann Gewebe aus einem Radius von etwa 1 cm entnommen werden kann. Durch den Unterdruck der Vakuumpumpe wird das Gewebe in die Biopsiekammer der Interventionsnadel gesogen.

Mit Hilfe der Saugbiopsie können größere Gewebemengen gewonnen werden als mit der Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie. Normalerweise werden etwa 20 Biopsate mit einem Gewebegewicht von etwa 1-1,5 g entnommen. Die Saugbiopsie kann wie die Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie unter Sichtkontrolle durch Röntgen, Sonografie oder MRT erfolgen.

Diese Seite wurde zuletzt am 15. April 2014 um 18:56 Uhr bearbeitet.

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