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Röteln-Antikörper

1 Definition

Bei Röteln-Antikörpern handelt es sich um Antikörper gegen das Röteln-Virus. Die Bestimmung kann zur Diagnostik einer akuten Infektion indiziert sein, kann aber auch zur Überprüfung des Impfstatus erfolgen.

2 Material

Für die Untersuchung werden 2 ml Serum benötigt.

3 Referenzbereiche

Test Norm
HAHT (Hämagglutinations-Hemmtest) 1:<8
Röteln-IgG-ELISA negativ
Röteln-IgM-ELISA negativ

4 Interpretation

Bei einer frischen Infektion ergibt sich folgendes Profil:

  • vierfacher Titeranstieg im HAHT (Abstand von 10 Tagen)
  • und/oder IgM-ELISA positiv

Die IgM-Antikörper erreichen ihren Höhepunkt nach 7-10 Tagen und persistieren bis zu 4 Wochen nach Ausbruch der Hauterscheinungen. Folgende Bewertungskriterien gelten zur Beurteilung einer alten Infektion bzw. des Impfstatus:

HAHT Bewertung
1:<8
  • kein ausreichender Impfschutz
  • Grundimmunisierung empfohlen
1:8 bis 1:16
  • fraglicher Impfschutz
  • Auffrischung empfohlen
  • falls IgG-ELISA positiv → Eine Immunität ist anzunehmen. Es wird eine Auffrischung bei gebärfähigen, nicht-schwangeren Frauen empfohlen, da ein weiterer Titerabfall eine formal nicht ausreichende Immunität bedingen kann.
1:32
  • ausreichender Impfschutz

5 Quellen

Laborlexikon.de; abgerufen am 01.05.2021

Fachgebiete: Labormedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Mai 2021 um 17:27 Uhr bearbeitet.

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