Pseudo-Steady-State
Englisch: pseudosteady-state
Definition
Der Begriff Pseudo-Steady-State, kurz PSS, bezeichnet einen Zustand in biochemischen oder pharmakokinetischen Systemen, in dem die Konzentration eines Zwischenprodukts (z.B. eines Enzym-Substrat-Komplexes) über einen bestimmten Zeitraum hinweg annähernd konstant bleibt, obwohl sich das System insgesamt nicht im tatsächlichen Gleichgewicht oder Steady State befindet.
Hintergrund
Bei der deterministischen und stochastischen Modellierung wird davon ausgegangen, dass die Bildung und der Abbau des Produkts (z.B. Enzym-Substrat-Komplex oder Arzneistoff) viel schneller erfolgt als die Gesamtreaktion, sodass die Konzentration zum Zweck der Vereinfachung der mathematischen Analyse als nahezu konstant behandelt werden kann.
Quelle
- ScienceDirect – Pseudosteady State, abgerufen am 29.01.2026
Artikelinhalt ist veraltet?
Hier melden
Fachgebiete:
Biochemie
Diese Funktion steht nur eingeloggten Abonnenten zur Verfügung