Polyzystische Ovarmorphologie
Definition
Die polyzystische Ovarmorphologie, kurz PCOM, beschreibt im transvaginalen Ultraschall vergrößerte Ovarien mit zahlreichen kleinen Follikeln. Nach der aktualisierten internationalen, evidenzbasierten Leitlinie ist das Vorliegen einer PCOM eines der diagnostischen Kriterien für das PCOS.[1] Dies gilt auch im Rahmen der Rotterdam-Kriterien.
Einteilung
Eine PCOM liegt vor bei:
- mehr als 20 Follikeln pro Ovar mit einem Durchmesser von 2–9 mm oder
- einem ovariellen Volumen von ≥ 10 cm³
Einschränkungen
Bei Jugendlichen hat die transvaginale Ultraschalluntersuchung innerhalb der ersten acht Jahre nach Eintritt der Menarche keine ausreichende Aussagekraft zur Diagnostik einer PCOM. In dieser Altersgruppe sind multiple kleine Follikelzysten häufig physiologisch und können daher zu Fehldiagnosen führen.
Quelle
- ↑ AWMF Leitlinie – S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie des polyzystischen Ovarsyndroms (PCOS). 2024
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Fachgebiete:
Reproduktionsmedizin
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