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Polymerisationsschrumpfung

1 Definition

Als Polymerisationsschrumpfung bezeichnet man die Volumenverringerung eines Kunststoffs während oder nach der Polymerisation. Die Polymerisationsschrumpfung spielt in der Zahnmedizin bei Kompositen und Abdruckmassen eine wichtige Rolle.

2 Mechanismen

Die Polymerisationsschrumpfung ist auf zwei Mechanismen zurückzuführen:

2.1 Reduktion des Molekülabstands

Bei Kompositen beträgt der Abstand von Monomermolekülen vor der Polymerisation 4 Å , während der Abstand der Kohlenstoffatome nach der Polymerisation nur noch rund 2 Å beträgt. Aufgrund dieser dichteren "Packung" der Atome, schrumpfen ungefüllte Monomere zwischen 5 - 10 Vol%. Durch Füllkörper wird die Volumenschrumpfung auf Werte zwischen 1 - 5 Vol% reduziert.

2.2 Verdunstung von Kondensationsprodukten

Bei kondensationsvernetzenden Abdruckmassen (z.B. Polyether) entstehen durch die Polymerisation flüchtige, kleinmolekulare Verbindungen (H2O, Alkohol), die sukzessiv aus dem Polymer verdunsten. Der Abdruck kontrahiert bei längerer Lagerung.

Fachgebiete: Zahnmedizin

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