Pachymetrie
von altgriechisch: παχύς ("pachis") - dick
Englisch: pachymetry
Definition
Unter Pachymetrie versteht man die Messung der Hornhautdicke des Auges. Sie wird unter anderem als Voruntersuchung bei der Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) und zur Beurteilung verschiedener Hornhauterkrankungen eingesetzt. Die entsprechenden Messgeräte bezeichnet man als Pachymeter.
Verfahren
Eine Pachymetrie kann kontaktlos oder – nach Lokalanästhesie der Hornhaut – durch Aufsetzen einer Ultraschallsonde erfolgen. Entsprechend unterscheidet man:
Die Dickenbestimmung kann dabei punktuell durchgeführt werden oder die gesamte Hornhautfläche erfassen.
Indikationen
Erkrankungen der Hornhaut, z.B.:
- Keratokonus
- operative Eingriffe an der Hornhaut
Darüber hinaus wird die Pachymetrie auch bei der Diagnostik des Glaukoms eingesetzt, da die Dicke der Hornhaut die Messung des Augeninnendrucks beeinflusst und somit zu falsch hohen bzw. niedrigen Werten führen kann.
Anwendung in der Tonometrie
Der Einfluss der Hornhautdicke auf die Augeninnendruckmessung (Tonometrie) kann anhand der Dresdner Korrekturtabelle abgelesen werden. Eine Hornhautdicke von 550 µm wird als physiologisch angesehen, bei Abweichungen von diesem Wert muss der gemessene Augeninnendruck um den entsprechenden Korrekturfaktor angepasst werden:
| Hornhautdicke in µm | 450 | 475 | 500 | 525 | 550 | 575 | 600 | 625 | 650 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Korrektur (in mmHg) | +4 | +3 | +2 | +1 | 0 | -1 | -2 | -3 | -4 |