PES-Schema
Synonym: PÄS-Schema
Definition
Das PES-Schema ist ein Leitfaden, um Pflegediagnosen zu erstellen. Das Akronym steht für:
- P – Pflegeproblem bzw. Pflegediagnosetitel
- E– Einflussfaktoren, Risikofaktoren
- S – Symptome, Merkmale, Kennzeichen
Im Rahmen der Standardisierung von Pflegediagnosen hat sich diese Struktur international durchgesetzt.
Hintergrund
Zur Vereinheitlichung und Systematisierung von Pflegediagnosen wird das PES-Schema in unterschiedlichen Pflegeklassifikationssystemen abgebildet. Dazu zählen unter anderem:
Nomenklatur
In der Literatur findet sich zum Teil auch die Bezeichnung PÄS-Schema, wobei das "E" durch ein "Ä" für Ätiologie ersetzt wurde. Die beiden Schemata sind jedoch in ihrer Funktionsweise identisch.
Darüber hinaus sind einige Pflegeklassifikationssysteme wie ENP und POP noch durch den Punkt "Ressourcen des Pflegeempfängers" ergänzt (PÄSR-Schema).
Bedeutung
Das Pflegeproblem (P) beschreibt den zentralen Gegenstand der Pflegediagnose und benennt den pflegerisch relevanten Gesundheitszustand.
Die bestimmenden Merkmale bzw. Kennzeichen (S) haben im Wesentlichen die Funktion, das Pflegeproblem zu konkretisieren und dienen im diagnostischen Prozess als Hilfestellung, die passende Pflegediagnose für einen Pflegeempfänger zu definieren.
Ätiologie und/oder beeinflussende Faktoren (E/Ä) sind bedeutend für die Auswahl geeigneter Pflegemaßnahmen. Die Behebung eines Pflegeproblems kann nur gelingen, wenn die ursächlichen bzw. beeinflussenden Faktoren adressiert werden.