Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Mittelmeersyndrom

Synonyme: Morbus Bosporus, Morbus Balkan, Morbus mediterraneus, Mamma-mia-Syndrom

1 Definition

Das Mittelmeersyndrom ist in der medizinischen Umgangssprache eine pejorative Umschreibung für die als übertrieben empfundene Schmerzschilderung von Patienten, die aus dem Mittelmeerraum stammen.

2 Hintergrund

Die Bezeichnung soll v.a. ein Schmerzempfinden ohne medizinischen Grund beschreiben oder auch einen "generalisierten Schmerz" bei einem lokal begrenzten Ereignis. Es handelt sich dabei jedoch um ein Klischee, das zu Fehldiagnosen führen kann. Jede Form von Schmerzschilderung sollte vom Behandler ernst genommen werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 15. April 2021 um 14:47 Uhr bearbeitet.

Ich finde die These interessant, dass vorurteilsbewusste Sprache oder das darauf hinweisen Vorurteile ansich verstärkt. Auch nach intensiver Suche habe ich bis dato aber noch keinen Anhaltspunkt in der gegenwärtigen Rassismus- und Vorurteilsforschung dafür gefunden. Wenn Sie etwas zu dem Thema haben, teilen Sie es mir gerne mit. Wenn das über das Lexikon geht auch gerne per direkter Nachricht.Ich stimme Ihnen zu, dass man nicht einfach jemanden ohne Anhaltspunkte als Rassist beurteilen sollte, falls es Ihnen darum beim "Rumwedeln" ging. Darum geht es mir hier auch nicht. Es gibt allerdings implizite Vorurteile und rassistisches Denken und Handeln, welches ebenfalls außerhalb des Bewustseins vieler liegt. Bei mirhabe ich das im Einsatz festgestellt. Deswegen ist es in unseren Berufen, von hoher Bedeutung, diesem Thema bewusst entgegen zu treten und ein Bewusstsein zu schaffen. Es geht den meißten doch vor allem darum, Menschen zu helfen, unabhängig von vermuteter Herkunft oder Kultur.
#7 vor 40 Tagen von Maximilian Normann (Weitere medizinische Berufe)
Ich weiß nicht. Mit dem Wort "Rassismus" wird in letzter Zeit so häufig rumgewedelt, dass es zunehmend inflationiert. Rassismus und Vorurteile überwindet man nicht, indem man hinter jedem Absatz einen Sprachpolizisten aufstellt. Ganz im Gegenteil: Je stärker der Zwang zur Political Correctness, desto stärker die wuchern die unausgesprochenen Vorurteile.
#6 vor 41 Tagen von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Ich habe hier auch noch nichts weiter veröffentlicht und hoffe, dass führt nicht zu einer dramatischen Verschlimmerung der vorher erwähnten allergischen Reaktion. Ich teile auch die Ansicht, dass ein solcher Eintrag nicht einfach gelöscht werden sollte. Zur vollständigen Definition des "Mittelmeersyndroms" gehört auch, dass es sich um eine rassistische Konstruktion handelt und damit um mehr als eine "pejorative Umschreibung", die eine als fremd wahrgenommenen Gruppe abwertet und Wehleidigkeit als genetische oder kulturelle unausweichliche Veranlagung festschreibt. Damit sind wesentliche Voraussetzungen gängiger Rassismusdefinitionen erfüllt. Eine Ergänzung wäre nicht nur der Vollständigkeit halber hilfreich, sondern ebenfalls um hervorzuheben, wie problembehaftet und risikoreich die Verwendung der im Beitrag aufgeführten Begriffe ist. https://www.spiegel.de/politik/morbus-mediterraneus-das-rassistische-klischee-von-wehleidigen-migranten-a-7eced19d-851a-406e-aeb8-bea60ae28873
#5 vor 41 Tagen von Maximilian Normann (Weitere medizinische Berufe)
Alles gut. No hard feelings.
#4 am 15.04.2021 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Sehr geehrter Herr Dr Antwerpes, so wütend habe ich meinen Kommentar nicht gemeint, auch wenn er Rückblickend mit etwas viel Pfeffer geschrieben wurde. Mir ging es vor allem darum eine Diskussion über den Artikel zu führen und mein Unbehagen auszudrücken, denn der Begriff ist mir in meinem bisherigen Berufsleben als Krankenpfleger und Rettungssanitäter schon etliche Male begegnet und hat in mir immer eine Aversion ausgelöst. Dabei wollte ich ihn nicht gleich nach meinen Vorstellungen umschreiben sondern mit den bisherigen Autoren darüber diskutieren. Eine nicht öffentliche Funktion mit jemandem in Kontakt zu treten habe ich leider nicht gefunden. Nichts für Ungut, ich wollte sie hierbei sicherlich nicht persönlich angreifen.
#3 am 15.04.2021 von Michael Barthuber (Student/in der Humanmedizin)
Wir haben den Begriff nicht erfunden, aber er wird wohl verwendet. Und deshalb bleibt er hier auch stehen. Begriffe wie "Schwuchtel" oder "Fotze" sind sicher deutlich pejorativer und stehen trotzdem bei Wikipedia. Und das ist auch richtig, weil ein Lexikon erstmal was mit Vollständigkeit zu tun hat und weniger mit Political Correctness. BTW: Ich hab eine allergische Typ-I-Reaktion auf Leute, die hier noch keine einzige Zeile geschrieben haben, aber sich in der Kommentarspalte aufplustern und mit der Zensorschere rumwedeln. Wenn Du die Welt verbessern willst, kannst du hier gerne mitarbeiten - aber dann bitte produktiv.
#2 am 14.04.2021 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Ist dieser Artikel denn notwendig? Ich bezweifle das. Dies entspricht nicht der Werteneutralität, welche die Medizin eigentlich vertreten sollte. Nur weil dieser pejorative Begriff im Sprachgebrauch zu finden ist, sollten solche Termini nicht gleich in einem Lexikon stehen. Schmerzempfinden ist ein subjektives Erlebnis, das unterschiedlich ausgedrückt wird. Diese abwertende Bezeichnung ist hierzu jedoch nicht notwendig, da sich ein übertriebenes Schmerzempfinden nicht auf einen Bevölkerungsgruppe reduzieren lässt, sondern überall zu finden ist. Hier sollte Doc Check nachbessern und diesen Artikel dringend löschen.
#1 am 14.04.2021 von Michael Barthuber (Student/in der Humanmedizin)

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

8 Wertungen (2.63 ø)

3.919 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: