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Minimale Hemmkonzentration (Lokalanästhetikum)

1 Definition

Die minimale Hemmkonzentration, kurz Cm, ist die niedrigste Konzentration eines Lokalanästhetikums (LA), mit der ein Nerv innerhalb eines bestimmten Zeitraums blockiert werden kann.

2 Hintergrund

Die minimale Hemmkonzentration ist unter anderem abhängig von der Lipidlöslichkeit des LA, der Faserdicke des betreffenden Nervs, der Nervenimpulsfrequenz sowie vom pH-Wert und der Calciumkonzentration im Gewebe.

Dabei verhält sich die Cm proportional zum

  • Nervendurchmesser

und umgekehrt proportional zu

  • pH-Wert
  • Calciumkonzentration
  • Nervenimpulsfrequenz

Da die minimale Hemmkonzentration eines Lokalanästhetikums in vitro bestimmt wird und Effekte wie Verdünnung durch Diffusion nicht berücksichtigt, werden klinisch zur zuverlässigen Blockade meist Dosierungen oberhalb der minimalen Hemmkonzentration benötigt.

Die Abhängigkeit der Cm von der Nervenimpulsfrequenz ergibt sich aus der Affinität von Lokalanästhetika zum Natriumkanal: Eine Bindung ist bei geöffnetem Kanal am leichtesten. Somit ist ein aktiver Nerv wesentlich empfindlicher als ein inaktiver ("use dependent block") und die in vivo wirksame Lokalanästhetikakonzentration kann theoretisch geringer als die Cm sein.

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Januar 2021 um 22:57 Uhr bearbeitet.

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