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Medizinische Informatik

1 Definition

Die medizinische Informatik stellt einen Bereich dar, der sich mit der systematischen Verarbeitung von Daten, Wissen und Informationen aus der Medizin und dem Gesundheitswesen befasst. Er existiert in etwa seit den frühen 1970-er Jahren und unterstützt:

  • Struktur
  • Ergebnis
  • Prozesse
  • Präsentationen

Diese Unterstützung bezieht sich auf die genannten Bereiche der Gesundheitsversorgung in theoretischer und praktischer Hinsicht.

2 Anwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete der medizinischen Informatik sind heutzutage sehr breit gefächert und reichen von der Hausarztpraxis, bis hin zu großen Forschungseinrichtungen in denen ausführliche medizinische Forschungsreihen dokumentiert und ausgewertet werden sollen. Weitere Anwendungsbereiche sind die Krankenhausverwaltung, die Patientenbetreuung, der Pflegesektor, die Diagnostik, die Therapie, die Ausbildung von ärztlichem Personal und Pflegepersonal, sowie die Kommunikation zwischen Beteiligten und medizinischen Facheinrichtungen. Im Folgenden sollen einige Schwerpunkte in der heutigen Anwendung der Medizinischen Informatik aufgezählt werden:

  • Informationsverarbeitung in der Pflege mit genauer Dokumentation von verschiedensten pflege- und behandlungsrelevanten Parametern
  • mobiles Computing
  • Archivierung von Krankenakten und Medikationsplänen
  • Qualitätsmanagement in der Pflege und der Medizin
  • KIS und sonstige Informationssysteme im Gesundheitswesen
  • Standards zu Kommunikation und Interoperabilität
  • Medizinische Bildverarbeitung
  • Telemedizin
  • Bioinformatik
  • Auswertung von Studien im Bereich der medizinischen Psychologie und der medizinischen Soziologie
  • Protokollierung und Auswertung von Forschungsreihen an Universitäten und sonstigen Forschungseinrichtungen bzw. Forschungsinstituten
  • Epidemiologie
  • Prävention
  • Krebsregister

3 Struktur

  • der theoretische Anteil besteht unter anderem in der Entwicklung und Modellierung von sehr verschiedenen Anwendungsgebieten in medizinischen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Ein besonders wichtiger Teil kommt dabei der Vernetzung von verschiedenen Systemen untereinander zu. Z. B. die enge Vernetzung von Spezialkliniken, die sich auf diesem Weg gegenseitig über die neuesten Behandlungsansätze austauschen können und so eine schrittweise Verbesserung der Patientenversorgung erreichen.
  • die praktische Aufgabenstellung in der medizinischen Informatik sieht so aus, dass die verschiedenen Anforderungen der in medizinischen Einrichtungen beschäftigten Berufsgruppen erfragt, miteinander verkoppelt und koordiniert werden müssen, so dass alle Beschäftigten von diesen Systemen profitieren.
  • die größte technische Herausforderung in diesem Bereich ist die extreme Zuverlässigkeit, mit der solche Netzwerke im medizinischen Bereich arbeiten müssen. Ein krankenhausinternes Netzwerk z. B., das u. a. den Austausch und die Speicherung von wichtigen Patientendaten und medizinischen Parametern zur Aufgabe hat, muss mehrfach gegen einen kompletten Systemausfall abgesichert sein.

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