Magenlumen
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LoslegenSynonym: Magenhöhle
Englisch: gastric lumen
Definition
Als Magenlumen wird der innere Hohlraum des Magens bezeichnet.
Anatomie
Abgrenzung
Das Magenlumen wird nach außen von der Magenschleimhaut begrenzt. Im entleerten, nüchternen Zustand ist die Schleimhaut in Längsfalten – den Plicae gastricae – aufgeworfen. Diese Faltung dient als anatomisches Reservoir: Bei Füllung des Magens glätten sich die Falten weitgehend ab, wodurch sich das Lumen ohne wesentlichen Druckanstieg erheblich vergrößern kann.
Volumen
Im nüchternen Zustand beträgt das Fassungsvermögen des Magenlumens ca. 50 ml. Durch rezeptive Relaxation und Akkommodation der Magenwand kann es sich postprandial auf bis zu 1,5 Liter ausdehnen.
Klinische Relevanz
Das Magenlumen ist zentraler Gegenstand der Gastroskopie, bei der die Magenschleimhaut sowie Lumenveränderungen wie Ulzera, Tumoren oder Fremdkörper endoskopisch beurteilt werden können. Eine übermäßige Distension des Lumens, etwa bei Magenausgangsstenose, kann zu Übelkeit, Erbrechen und im Extremfall zur Magenperforation führen.
Vor Eingriffen in Allgemeinanästhesie wird eine ausreichende präoperative Nüchternheit gefordert, um das Aspirationsrisiko durch im Lumen verbliebenen Mageninhalt zu reduzieren.[1]
Quelle
- ↑ Smith et al., Perioperative fasting in adults and children: guidelines from the European Society of Anaesthesiology, Eur J Anaesthesiol, 2011
Literatur
- Schünke et al., Prometheus – LernAtlas der Anatomie, 5. Aufl., Thieme, 2018
- Herold, Innere Medizin, Herold Verlag, 2024