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Gliedkinetische Apraxie

1 Definition

Die gliedkinetische Apraxie ist eine Form der Apraxie, die insbesondere bei Läsionen des Lobus frontalis beobachtet wird.

2 Neurologie

Die gliedkinetische Apraxie wird nicht von allen Autoren als eigenständige Form anerkannt. Sie ist gekennzeichnet durch eine Unfähigkeit, einzelne Muskeln isoliert oder kombiniert zu aktivieren, ohne dass dabei eine Lähmung oder andere neurologische Störung zugrunde liegt. Als Folge kommt es zu ungeschickten und fehlerhaften Bewegungen. Vermutet werden Läsionen im dorsolateralen präfrontalen Kortex, in supplementärmotorischen Arealen sowie im lateralen prämotorischen Kortex.

Im Gegensatz zur ideatorischen Apraxie kann ein Bewegungsplan erstellt werden, dieser kann jedoch nicht in die entsprechenden Muskelkontraktionen umgesetzt werden. Einige Autoren sprechen hier von einem Verlust des kinetischen Gedächtnisses.

Die gliedkinetische Apraxie tritt meist unilateral auf, wobei der Gebrauch von Gegenständen den Bewegungsablauf verbessert.

Tags:

Fachgebiete: Neurologie, Physiotherapie

Diese Seite wurde zuletzt am 8. November 2019 um 12:28 Uhr bearbeitet.

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