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Gleichstrom

Synonym: DC
Englisch: direct current

1 Definition

Unter Gleichstrom versteht man einen elektrischen Strom, dessen Stromstärke und Verlaufsrichtung sich nicht ändert. Er wird in verschiedenen Fachrichtungen unterschied definiert: Somit wird beispielsweise in der Elektrotechnik auch Mischstrom mit einem überwiegendem Gleichstrom-Anteil als Gleichstrom bezeichnet. Wichtig dabei ist jedoch, dass sich zwar über einen Zeitraum der Wert ändert, jedoch nicht die Richtung des Stromflusses. Außerdem wird Strom als Gleichstrom bezeichnet, wenn seine Schwankungen durch Belastungsschwankungen entstehen.

2 Allgemein

Umgangssprachlich wird oft eine Verwechslung bzw. Gleichsetzung zwischen Gleichspannung und den von mehreren Gleichspannungen verursachten Gleichströmen angestellt. Wird eine Gleichspannungsquelle aktiv, so tritt nach einer zeitlich konstanten Belastung ein Gleichstrom auf. Einen Zusammenhang dieser beiden Größen an einem ohmschen Widerstand wird über das Ohmsche Gesetz beschrieben und erklärt.

3 Kennzeichnung

Gleichstrom kann anhand des folgenden Schaltzeichens erkannt werden (internationales Schaltzeichen):

4 Erzeugung

Man kann Gleichstrom durch sogenannte Gleichrichter aus Wechselstrom erzeugen. Außerdem können Glättungskondensatoren oder Glättungsdrosseln der bei der Gleichrichtung auftretende Wechselanteil reduzieren. Natürlich ist auch eine Umkehrung möglich: Aus Gleichstrom kann mit Hilfe eines Wechselrichters Wechselstrom erzeugt werden. Verschiedenste Stromquellen wie die Solarzellen, elektrochemische Akkumulatoren, Batterien und auch Gleichstromgeneratoren liefern ebenfalls Gleichstrom.

5 Klinik

In der Klinik wird der Gleichstrom in verschiedensten Verfahren verwendet und angewendet: Zum Beispiel bei der Gleichstromtherapie (eine Form der Elektrotherapie).

Außerdem ist es wichtig zu wissen, welche Art von Strom bei einem Stromunfall vorhanden war, da sie unterschiedliche Schwellwerte besitzen, um letale Folgen zu haben. Liegt ein Unfall mit Gleichstrom vor, so sind Stromstärken von bis zu 300 mA nötig, um tödliche Verletzungsfolgen hervorzurufen. Vergleicht man Unfälle mit Wechselstrom, so reichen hier 50 Hz und eine Stromstärke ab ca. 50 mA aus (Einwirkdauer länger als eine Sekunde), um Kammerflimmern auszulösen.

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