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Gitterenergie

Englisch: Lattice energy

1 Definition

Als Gitterenergie bezeichnet man die Arbeit, die aufgewendet werden muss, um atomare, ionische oder molekulare Bestandteile eines Festkörpers voneinander zu entfernen. Die Gitterenergie ist zugleich eine Bindungsenergie.

2 Hintergrund

Will man ein Ionengitter aufbrechen, ist Energie nötig. Diese Energie wird als Gitterenergie (ΔHGitter) bezeichnet. Sie ist aufzuwenden (ΔHGitter > 0), wenn aus dem festen (s) Salz die Ionen so herausgetrennt werden, dass sie keine Wechselwirkung miteinander oder mit anderen Partnern aufweisen - so als wären die Ionen in diesem Prozess am Ende gasförmig (g), also einzeln vorhanden. Im umgekehrten Fall wird Gitterenergie frei (ΔHGitter < 0), wenn die Ionen aus dem gedachten völlig freien Zustand sich zum Gitter zusammenfügen.

Die Gitterenergie lässt sich nicht direkt bestimmen. Dies gelingt nur auf Umwegen mit Hilfe anderer thermodynamischer Daten.

3 Werte

Einzelne Salze haben unterschiedliche Werte für die Gitterenergie. Sie hängt von der Größe und von der Ladung der Ionen ab. Es gilt folgendes: Je größer die Ladung (Q↑) und je kleiner der Radius (r↓) der Ionen, desto größer ist die Gitterenergie, die für die Trennung der Ionen aus dem Kristall aufzuwenden ist.

4 Beispiele

Natriumchlorid: NaCl (s) → Na+ (g) + Cl- (g) ΔHGitter = +788 kJ/mol
Kaliumchlorid: KCl (s) → K+ (g) + Cl- (g) ΔHGitter = +701 kJ/mol
Magnesium(II)-chlorid: MgCl2 (s) → Mg2+ (g) + 2 Cl- (g) ΔHGitter = +2525 kJ/mol
Calcium(II)-chlorid: CaCl2 (s) → Ca2+ + 2 Cl- (g) ΔHGitter = +2146 kJ/mol

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