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Faustschlussprobe

1 Definition

Die Faustschlussprobe ist ein einfacher klinischer Test, der einen Hinweis auf eine periphere arterielle Verschlusskrankheit oder eine Myotonie im Bereich der Unterarme geben kann.

2 Durchführung

Der Patient wird gebeten, die Hände bei erhobenen Armen im Sekundentakt zwei Minuten lang zur Faust zu schließen und wieder zu öffnen. Bei Verdacht auf eine Myotonie schließt der Patient die Faust kontinuierlich fest für 15-30 Sekunden.

3 Befunde

Als pathologisches Zeichen einer pAVK gilt eine reaktive Hautblässe, meist in Form eines fleckförmigem Verblassens der Handinnenflächen und der Finger während der Testdurchführung. Ebenso ist eine nach Absinken der Arme auftretende reaktive Hyperämie und eine verspätete Füllung der Venen als pathologisches Zeichen zu deuten. Einen Anhaltspunkt für das Ausmaß der Erkrankung kann die Dauer des Verblassens bei gesenkten Armen geben. Kommt es während des Tests zu Schwindel und Sehstörungen, muss an ein Subclavian-Steal-Syndrom gedacht werden.

Eine verzögerte Öffnung der Hand nach der Faustschlussprobe deutet auf das Vorhandensein einer Myotonie hin.

Fachgebiete: Allgemeinmedizin

Und was ist mit "verspätete Füllung" und "verzögerte Öffnung" konkret gemeint?
#1 am 15.09.2015 von Olaf SChneider (Arzt)

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