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Evolutionstheorie nach Lamarck

1 Definition

Die Evolution an sich beschreibt die Weiterentwicklung (evolvere, lat. entrollen, entwickeln) von Lebewesen im Laufe der Zeit aufgrund von verschiedenen Triebkräften. Verschiedene Biologen, Theologen und andere Wissenschaftler formulierten verschiedene Theorien über den Vorgang der "Veränderung von Lebwesen". Eine der wichtigsten Vertreter inzwischen als veraltet anzusehender Theorien ist Jean-Baptiste de Lamarck.

2 Das Leben von Jean-Baptiste de Lamarck

Sein vollständiger Name war Jean-Baptiste Pierre Antoine de Monet, Chevalier de Lamarck. Er wurde am 1.August im Jahre 1744 in Bazentin-le-Petit geboren und verstarb am 28. Dezember im Jahre 1829 in Paris.

Er gilt bis heute als bedeutender französischer Botaniker und Zoologe. Er ist der Begründer der modernen Zoologie der Wirbellosen und setzte als erster eine formulierte Evolutionstheorie auf. Seine Theorien gelten jedoch als überholt und nicht generalisierbar.

3 Theorien

Für Jean-Baptise de Lamarck galt das Kontinuitätsprinzip von Lyell, welche besagte, dass Arten veränderlich sind und diese Veränderung in kleinen Schritten erfolgt, Arten aber nicht aussterben können. Lamarck ist damit ein Vertreter des Gradualismus, mit der Vorstellung einer Stufenleiter.

  1. Vervollkommnungstheorie: Je vollkommener eine Art ist, umso länger muss ihre Evolution gedauert haben und umso älter ist sie; neue Arten sind deshalb immer wieder durch Urzeugung entstanden. Es werden verschiedenen Stationen im Laufe der Vervollkommnung durchlaufen. (teleologisch)
  2. Mechanismus des Artwandels: Vererbung erworbener Eigenschaften
  • Organismen haben einen "Vervollkommnungstrieb", der sie dazu antreibt.
  • Verwendung modifiziert Gestalt und Funktion
  • Gebrauch und Nichtgebrauch von Organen führen zur Rück- oder Ausbildung und damit zur Anpassung an die Erfordernisse der Umwelt.
  • individuell erworbenen Veränderungen können an die Nachkommen vererbt werden, was zur Veränderung der Art führt.

Diese Theorie stellte die Systematik nicht mehr auf eine göttliche Ordnung, sondern gab der Systematik eine naturwissenschaftliche Form. Dieses Modell lieferte Nachfolgern wie Darwin bedeutende Erkenntnisse und regte deren veränderte Modelle an. Zu der damaligen Zeit stellte diese Theorie der Veränderung der Arten eine erfolgreiche Erklärung für viele biologische Phänomene dar und wurde breitmassig anerkannt.

Bis heute wird versucht, die Theorie der erworbenen Eigenschaften zu beweisen, doch für große morphologische Eigenschaften konnte dies nicht nachgewiesen werden, jedoch kann man auf molekularer Ebene die Formen der Epigenetik eingeschränkt als Vererbung erworbener Eigenschaften betrachten.

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