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Einzelzellnekrose

Englisch: single-cell necrosis

1 Definition

Als Einzelzellnekrose, kurz EZN, bezeichnet man den irreversiblen Untergang einer einzelnen Zelle im Gewebeverbund. Er wird in den meisten Fällen durch eine akute Schädigung der Zelle, z.B. durch Toxine oder Viren ausgelöst. Die vorherige Schädigung der Zelle ist ein wichtiges Differenzierungskriterium vom programmierten Zelltod einer Zelle, der Apoptose.

2 Hintergrund

Die Begriffe "Nekrose" und "Apoptose" werden im klinischen Sprachgebrauch häufig synonym verwendet, obwohl sie unterschiedliche Prozesse sind. Die Grenzziehung zwischen beiden Formen des Zelltods ist nicht immer einfach, da sich beide Vorgänge einige zelluläre Signalwege teilen.

3 Pathohistologie

Im Allgemeinen beschreibt der Begriff "Einzelzellnekrose" eine einzelne Zelle im Gewebe, die durch eine Schwellung des Zellkörpers und des Zellkerns sowie ein blasses Zytoplasma charakterisiert ist. Damit unterscheiden sich Einzelzellnekrosen von apoptotischen Zellen, die sich geschrumpft und hypereosinophil darstellen. Einzelzellnekrosen zeigen darüber hinaus häufig eine Auflösung (Karyolyse) oder Fragmentierung des Zellkerns (Karyorrhexis). Ist die Zellmembran geschädigt, kommt es in der Regel zur Entstehung von Zelldebris und Entzündungszeichen (z.B. zur Einwanderung von Makrophagen) im angrenzenden Gewebe.[1]

4 Quellen

  1. Elmore SA et al.: Recommendations from the INHAND Apoptosis/Necrosis Working Group Toxicol Pathol. 2016 Feb; 44(2): 173–188. Published online 2016 Feb 14. PMCID: PMC4785073 PMID: 26879688

Tags:

Fachgebiete: Pathologie

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Januar 2021 um 19:26 Uhr bearbeitet.

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