Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie
Definition
Die Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie, kurz DeGPT, ist eine interdisziplinäre Fachgesellschaft, die sich mit der Erforschung, Diagnostik und Behandlung psychischer Traumafolgestörungen befasst. Sie richtet sich an Fachpersonen aus Medizin, Psychologie, Psychotherapie sowie angrenzenden psychosozialen Disziplinen im deutschsprachigen Raum.
Hintergrund
Die DeGPT wurde 1998 gegründet und ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Ziel der Gesellschaft ist die Förderung einer evidenzbasierten Psychotraumatologie sowie die Verbesserung der Versorgung traumatisierter Menschen. Zu ihren zentralen Aufgaben zählen die Unterstützung wissenschaftlicher Forschung, der interdisziplinäre fachliche Austausch sowie die Mitwirkung an Leitlinien und fachlichen Empfehlungen, insbesondere im Bereich der posttraumatischen Belastungsstörung.
Weiterbildung und Zertifizierung
Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt der DeGPT liegt in der Entwicklung und Qualitätssicherung strukturierter Fort- und Weiterbildungen. Hierzu zählen insbesondere curriculare Qualifikationen in Spezieller Psychotraumatherapie (DeGPT) für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche. Die DeGPT zertifiziert Weiterbildungsinstitute und vergibt Qualifikationsnachweise, die im deutschsprachigen Raum als anerkannter Qualitätsstandard in der psychotraumatologischen Versorgung gelten.
Literatur
- Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT): Offizielle Website, Informationen zu Zielen, Struktur und Weiterbildungsangeboten. https://www.degpt.de/