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Bicinchoninsäure

Abkürzung: BCA
Synonym: 2,2′-Bichinolin-4,4′-dicarbonsäure
Englisch: bicinchoninic acid

1 Definition

Bicinchoninsäure (BCA) ist chemisch betrachtet eine heterocyclische Verbindung, die aus 2 verknüpften Chinolinmolekülen mit Carboxy-Gruppen besteht. BCA reagiert als Dimer mit einwertigem Kupfer zu einem violetten Komplex, der photometrisch erfasst werden kann.

2 Vewendung

Die Reaktion zweier BCA Moleküle nach Pierce wird in der biochemischen Analytik zur quantitativen, photometrischen Bestimmung von Proteinen verwendet. Die Reaktion ist mehrstufig.

Die erste Stufe besteht in der Reduktion von zweiwertigem Kupfer zu einwertigem Kupfer durch das vorhandene Protein. Die einwertigen Kupferionen reagieren anschließend mit 2 Bicinchoninsäure-Molekülen zu einem Komplex, der als violetter Farbstoff sichtbar ist. Dieser kann im Rahmen einer photometrischen Messung unter einer Wellenlänge von 560 nm durch die Absorption erfasst und zur Ermittlung der Proteinmenge ausgewertet werden.

3 Anwendungsgebiete

Eine beispielhafte Anwendung ist in der molekularen Zellbiologie. Bei der Auswertung von Differenzierungszuständen gibt es meist ein Schlüsselenzym, welches in seiner Aktivität gemessen wird. Der Proteingehalt wird dabei zusätzlich bestimmt, um Aussagen über die allgemeine Kinetik und den Differenzierungszustand der Zellen zu machen.

Fachgebiete: Chemie

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