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Avidität

von lateinisch: avidus - gierig
Englisch: avidity

1 Definition

Der Begriff der Avidität beschreibt die Stärke einer Mehrfachbindung zwischen einem Antikörper und einem Antigen. Die Stärke einer einzelnen Bindung wird als Affinität bezeichnet. Die Avidität ist somit die Summe aller Affinitäten zwischen Antikörper und Antigen.

Folglich ist die Avidität abhängig von der Gesamtzahl der Antikörper-Antigen-Bindungen. Bei einer einfachen (monovalenten) Bindung ist die Avidität gleich der Affinität und eher tief. Bivalente Bindungen besitzen eine hohe, polyvalente Bindungen (z.B. bei der Interaktion von IgM, aufgrund seiner Pentamer-Struktur) eine sehr hohe Avidität.

2 Anwendung

Eine Messung der Avidität von IgG-Antikörpern gibt Aufschluss über den Stand der Immunantwort bei einer Infektion. Am Anfang der Infektion besitzen produzierte IgG eine geringere Avidität zum Antigen des Erregers, als gegen Ende (beim Ausheilen) der Infektion.

Aufgrund der Messung kann eine ungefähre Schätzung des Zeitpunkts der Infektion mit dem Erreger erfolgen.

siehe auch: high titer, low avidity-Antikörper

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