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Aniseikonie

von altgriechisch: εἰκών ("eikon") - Bild
Englisch: aniseikonia

1 Definition

Eine Aniseikonie bezeichnet unterschiedlich große Netzhautbilder beider Augen. Den physiologischen Zustand gleicher Bilder nennt man Iseikonie.

2 Ursachen

Eine Aniseikonie entsteht durch einen Brechkraftunterschied beider Augen (Anisometropie). Physiologisch kann eine Aniseikonie ausgelöst werden, wenn man einen Gegenstand im Seitenblick fixiert. Dabei hat das objektnahe Auge eine größere Netzhautabbildung als das objektferne.

3 Klinik

Durch die ungleich großen Netzhautbilder entstehen ab einer gewissen Brechkraftdifferenz (2-3 Dioptrien) möglicherweise Probleme im Binokularsehen. Die Fusion der Bildeindrücke beider Augen gelingt nur mit hinreichend ähnlichen Netzhautbildern.

Wenn das Binokularsehen beeinträchtigt ist, versucht man das Problem durch Verordnung von Kontaktlinsen zu lösen. Alternativ lassen sich "iseikonische Brillengläser" verwenden, die jedoch keine weite Verbreitung haben.

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