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Anisakiasis

Synonym: Heringswurmerkrankung

1 Definition

Unter einer Anisakiasis versteht man eine Infestation durch Anisakis-Spezies sowie andere Spulwurmgattungen.

2 Pathogenese

Die Verursacher der Anisakiasis finden sich in Meeressäugetieren wie z.B. Delphinen oder Walen. Nachdem die Larven Seefische befallen und sich in deren Bauchlappen eingenistet haben, kann der Verzehr von betroffenen, rohen Seefischen zur Infestation führen.

Die Anisakis-Spezies bohren sich in die Darmwände. Die Ausbildung von entzündlichen Granulomen wird gefolgt vom Untergang der Parasiten.

3 Klinik

Die Ausbildung der entzündlichen Granulome führt zu gastrointestinalen Beschwerden. Darmperforationen sind selten, jedoch nicht ausgeschlossen. Fehldiagnosen sind möglich.

4 Nachweis

In der Regel wird die Diagnose anhand einer Gastroskopie gestellt, in der die in der Darmwand steckenden Würmer auffallen. Die Ausbildung von Antikörpern kann erst in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium zur Sicherung der Diagnose dienen.

5 Therapie

Die Anisakiasis wird mit Tiabendazol oder operativ behandelt.

6 Prophylaxe

Fische aus Süßwasser sowie gegarte Seefische können ohne Bedenken verzehrt werden. Die Fisch-Hygieneverordnung sieht eine Entfernung der Bauchlappen sowie ein Einfrieren von Heringen über vierundzwanzig Stunden bei minus zwanzig Grad Celsius vor, so dass auch dieser Fisch ohne Bedenken gegessen werden kann.

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Fachgebiete: Mikrobiologie

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