Unterarm
Synonyme: Antebrachium, Zeugopodium
Englisch: forearm
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition [bearbeiten]
Als Unterarm bezeichnet man den nach distal verlaufenden Abschnitt der oberen Extremität, der im Ellenbogen beginnt. Er geht im Handgelenk in die Hand über.
2 Skelett [bearbeiten]
Das Skelett des Unterarmes besteht aus Radius (Speiche) und Ulna (Elle), die durch Bänder verbunden sind, vor allem durch das Ligamentum anulare radii und die Membrana interossea antebrachii.
3 Muskulatur [bearbeiten]
Die Unterarmmuskulatur setzt sich aus den an der Palmarseite befindlichen Flexoren (Beugemuskeln) sowie aus den Extensoren (Streckmuskeln) an der Radial- und Dorsalseite zusammen. Viele dieser Muskeln bewegen nicht nur den Unterarm im Ellenbogengelenk und die Hand im Handgelenk, sondern auch die Finger.
3.1 Extensoren [bearbeiten]
Radiale Gruppe
- Musculus brachioradialis
- Musculus extensor carpi radialis brevis
- Musculus extensor carpi radialis longus
Dorsale Gruppe, oberflächliche Schicht
Dorsale Gruppe, tiefe Schicht
- Musculus abductor pollicis longus
- Musculus extensor pollicis brevis
- Musculus extensor pollicis longus
- Musculus extensor indicis
- Musculus supinator
3.2 Flexoren [bearbeiten]
Oberflächliche Schicht
- Musculus flexor carpi radialis
- Musculus flexor carpi ulnaris
- Musculus flexor digitorum superficialis
- Musculus palmaris longus
- Musculus pronator teres
Tiefe Schicht
4 Leitungsbahnen [bearbeiten]
4.1 Arterien [bearbeiten]
Der Unterarm erhält sein Blut zum größten Teil durch die vom Oberarm kommende Arteria brachialis, die sich in der Ellenbeuge in 2 Gefäßäste gabelt, die an seiner Radial- bzw. Ulnarseite zur Hand laufen:
4.2 Nerven [bearbeiten]
Die Innervation der Unterarmmuskulatur erfolgt vor allem über die aus dem Plexus brachialis stammenden Fasern der Nervi radialis, medianus und ulnaris.
5 Physiologie [bearbeiten]
Der Unterarm kann im Ellenbogengelenk in einer Ebene gebeugt beziehungsweise gestreckt werden. Daneben kann die Hand durch Bewegung von Radius und Ulna gegeneinander in der sogenannten Pronation und Supination um etwa 180° rotiert werden.
Tags: Arm
Fachgebiete: Obere Extremität
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