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Neuronale Hemmung

1 Definition

Unter neuronaler Hemmung versteht man die in neuronalen Netzen stattfindenden Hemmmechanismen zwischen Neuronen.

2 Arten der neuronalen Hemmung

Es gibt verschiedene Arten der neuronalen Hemmung.

2.1 Vorwärts-Hemmung

Bei dieser Art von Hemmung wird ein Interneuron durch eine Axonkollaterale aktiviert und dieses Interneuron hemmt wiederum ein anderes Neuron. Ein Beispiel für diese Hemmung ist die Aktivierung der Flexorenmuskulatur des Arms, die dazu führt, dass die antagonistisch wirkenden Extensoren gehemmt werden.

2.2 Rückwärts-Hemmung

Diese auch als rekurrente Hemmung bezeichnete Form der Hemmung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Interneuron durch eine Axonkollaterale aktiviert wird und das Interneuron dann das Neuron hemmt, von dem es zuvor aktiviert wurde. Prominentestes Beispiel sind die Renshaw-Zellen, die über Glycin das alpha-Motoneuron hemmen, von dem sie aktiviert wurden.

2.3 Laterale Hemmung

Bei der lateralen Hemmung hemmen Interneurone die Nervenzellen, die ihnen benachbart sind. Dies führt zu einer Kontrasterhöhung. Man findet diese Hemmung vor allen in sensorischen Systemen (z.B. Retina).

2.4 Deszendierende Hemmung

Kennzeichen dieser Form von Hemmung ist die Aktivierung von Interneuronen des Rückenmarks über deszendierende Bahnen u.a. aus den Raphe-Kernen und dem Locus coeruleus. Diese Interneurone hemmen dann die Verschaltung von Schmerzimpulsen (z.B. Substantia gelatinosa im Rückenmark) auf das zweite Neuron.

Fachgebiete: Physiologie

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