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Mennell-Test

nach dem englischen Orthopäden James B. Mennell (1880-1957)
Synonym: Mennell-Zeichen
Englisch: Mennell's sign

1 Definition

Der Mennell-Test ist ein orthopädischer Test zur Untersuchung des Iliosakralgelenks. Ein positives Mennell-Zeichen kann auf eine Entzündung oder degenerative Schäden des Iliosakralgelenks hinweisen, wie sie unter anderem beim Morbus Bechterew und anderer Krankheiten aus der Gruppe der Spondylarthropathien der Fall ist.

2 Einteilung

Man unterscheidet den klassischen Oberschenkelüberstreckungstest mit positivem Mennell-Zeichen und den 3-Stufen-Test.

2.1 Klassisches Mennell-Zeichen

Beim klassischen Test befindet sich der Patient in Bauch- oder Seitenlage. Der Untersucher fixiert das Becken durch Druck auf das Kreuzbein und überstreckt das gestreckte Bein des Patienten im Iliosakralgelenk (ipsilaterale Hyperextension). Gibt der Patient dabei Schmerzen im untersuchten Hüftgelenk an, ist das Mennell-Zeichen positiv. Ein negatives Zeichen schließt Schäden nicht aus.

2.2 Drei-Stufen-Test

Beim Drei-Stufen-Test erfolgt die Untersuchung differenziert zur Lokalisation der Beschwerden in den Facettengelenken der Lendenwirbelsäule (Stufe I), dem Iliosakralgelenk (Stufe II) oder dem Hüftgelenk (Stufe III). Der Patient wird auf dem Bauch gelagert und das gestreckte Bein angehoben. Dabei wird eine Fixation der Lendenwirbelsäule (Stufe I), des Kreuzbeines (Stufe II) oder des Beckens im Bereich des Acetabulums durch senkrechten Druck mit der Hand vorgenommen. Ein Schmerz auf der untersuchten Seite gilt als positives Zeichen.

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