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Band

(Weitergeleitet von Ligamentum)

Synonyme: Ligament, Ligamentum
Englisch: ligament

Inhaltsverzeichnis

1 Definition [bearbeiten]

Ein Band bzw. Ligament ist ein derber, faserreicher, in gewissem Umfang dehnbarer Bindegewebsstrang, der sich zwischen zwei Körperteilen ausspannt und in erster Linie der Fixierung dient.

Im engeren Sinn wird der Begriff vor allem für die Faserverbindungen zwischen Skelettelementen, d.h. Knochen verwendet. Bänder im erweiterten Sinn dienen jedoch auch der Befestigung der inneren Organe.

2 Histologie [bearbeiten]

Bänder bestehen zum überwiegenden Teil aus straffem, parallelfaserigem Bindegewebe, das zahlreiche Kollagenfasern vom Typ I enthält. Der zelluläre Anteil dieser bradytrophen Bindegewebsform ist gering. Zwischen den Kollagenfaserbündeln ordnen sich lediglich einzelne, zytoplasmaarme Fibrozyten ein. In Querschnitten sind sie unter dem Mikroskop kaum bzw. nur als kleine Dreiecke mit langen Ausläufern ("Flügelzellen") erkennbar.

Ein kleinerer Teil der Ligamente, die so genannten elastischen Bänder, besteht aus straffem, elastischen Bindegewebe, das einen hohen Anteil elastischer Fasern aufweist. Dazu zählen zum Beispiel:

3 Physiologie [bearbeiten]

Bänder verbinden bewegliche Teile des menschlichen Skeletts miteinander. Im Bereich der Gelenke schränken sie die Beweglichkeit auf das physiologisch erwünschte Maß ein und sorgen so für eine funktionelle Stabiliität.

4 Beispiele [bearbeiten]

Der menschliche Körper verfügt über eine Vielzahl verschiedener Bänder, die in der Anatomie systematisch mit der lateinischen Bezeichnung "Ligamentum" und einem Zusatz benannt werden, der auf ihren Verlauf oder ihre charakteristischen Eigenschaften (Form, Farbe usw.) hinweist.

Das Ligamentum patellae ist beispielsweise das Band der Kniescheibe (Patella), das Ligamentum falciforme ein sichelförmiges Band in der Bauchhöhle.

5 Klinik [bearbeiten]

Bei der übermäßigen Belastung eines Bandes im Rahmen eines Traumas kann es zu Bänderdehnungen oder Bandrupturen kommen. Das Gewebe von Bändern ist aufgrund seiner histologischen Eigenschaften nur bedingt regenerationsfähig, d.h. es kommt zu einer Defektheilung.

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Sebastian Merz schreibt seit dem 1.04.2010 im Flexikon, hat bereits 1201 neue Artikel publiziert und 2704 Artikeldetails verbessert.

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