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Libido

Synonyme: Geschlechtstrieb, Sexualtrieb
Englisch: libido

1 Definition

Unter Libido wird die sexuelle Appetenz beziehungsweise der Geschlechtstrieb eines Individuums verstanden. Dahinter steht das Bedürfnis der Befriedigung des Triebes sexueller Lust, welches zu den primären Bedürfnissen zählt und ohne das die Fortpflanzung nicht stattfinden könnte.

2 Die männliche Libido

Der Geschlechtstrieb seinerseits ist unter anderem durch Hormone gesteuert, dabei wird die meist höhere Libido des Mannes durch den wesentlich höheren Testosteronspiegel erklärt. Dies macht auch evolutionsbiologisch Sinn, da ein männliches Individuum in der Natur oft viele Partnerinnen befruchtet, um seine Gene möglichst breit zu verteilen und seine Art zu erhalten.

3 Die weibliche Libido

Die Libido der Frau wird vermutlich durch den Zyklus beeinflusst. Zu erkennen ist, dass Frauen in der Zeit um den Follikelsprung ein besonders hohes Appetenzverhalten zeigen, um eine Befruchtung und damit eine Fortpflanzung herbeizuführen. Auch auf Männer wirken Frauen in dieser Zeit besonders attraktiv. Einflüsse durch veränderten Körpergeruch durch so genannte Pheromone werden in diesem Zusammenhang ebenfalls diskutiert. Beim Menschen kann darüber hinaus in der Schwangerschaft oder während der Menstruation bei einigen Frauen eine erhöhte Libido beobachtet werden.

Die im Vergleich zum Mann geringere konstante Libido der Frau lässt sich biologisch einerseits durch die maximale Chance der Befruchtung am Zeitpunkt des Follikelsprunges erklären, welche durch häufigen Geschlechtsverkehr in dieser Phase gesteigert wird. Andererseits ist die Frau biologisch gesehen für die Austragung und Aufzucht der Jungen beziehungsweise Kinder zuständig. Eine kurz getaktete Verteilung der eigenen Gene wie beim Mann ist bei der Frau so nicht möglich.

4 Störungen der Libido

Verschiedene Erkrankungen können zu einer Veränderung des Geschlechtstriebes führen. Statische Grenzen für die Extreme Frigidität und Nymphomanie zur Abgrenzung gegenüber vorübergehend leicht veränderter sexueller Appetenz gibt es hierbei nicht. Genetische Einflüsse sowie Vorgänge in der sexuellen Prägung werden in diesem Zusammenhang diskutiert. Ebenfalls können Medikamente, Alkohol sowie andere bewusstseins- und wesensverändernden Drogen zu einer Veränderung der Libido in beide Richtungen führen.

4.1 Verlust bzw. Verminderung der Libido

Der Verlust oder die Verminderung der Libido wird als Frigidität bezeichnet. Sie kann physisch durch Erkrankungen wie Leberzirrhose, Testosteronmangel oder Hypogonadismus verursacht sein. Allerdings können auch Stress oder Erkrankungen wie Depressionen oder Anorexia nervosa zu einer Herabsetzung oder einem Verlust des Geschlechtstriebes führen.

4.2 Steigerung der Libido

Die krankhafte Steigerung des Geschlechtstriebes wird als Nymphomanie bezeichnet. Als Ursache werden neben Medikamenten und genetischen Einflüssen viele Aspekte diskutiert, genaue Gründe für diese Veränderung sind allerdings noch nicht bekannt.

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Fachgebiete: Psychologie, Sexualmedizin

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