Hüftdysplasie
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Synonyme: Hüftgelenksdysplasie, Dysplasia coxae congenita, angeborene Hüftluxation
Englisch: hip dysplasia, congenital hip dysplasia
1 Definition [bearbeiten]
Der Begriff Hüftdysplasie bezeichnet einen verzögerten oder gestörten Ausreifungszustand der Hüftgelenke eines Neugeborenen. Die ursprünglich knorpelig angelegten Hüftpfannen sind bei der Geburt noch nicht ausreichend verknöchert und damit zu flach und steil, um den Hüftkopf ausreichend stabil zu halten. Er kann dadurch bei Bewegungen des Beines luxieren.
2 Hintergrund [bearbeiten]
Hüftdysplasien zeichnen sich in der Sonographiedurch eine zu große Steilheit des Winkels zwischen Gelenkachse und Hüftpfanne aus. Sie werden üblicherweise durch sogenannte Spreizhosen oder Hüftbeugeschienen konservativ therapiert.
3 Diagnose [bearbeiten]
Ortolanie Zeichen: Vorsorgeuntersuchungen im Neugeborenenalter oder beim Verdacht auf eine Dysplasie der Hüftgelenke. Hierzu werden die Oberschenkel senkrecht Richtung Wirbelsäule gedrückt und anschließend nach außen bewegt. Beim Vorliegen einer Hüftdysplasie gleiten die anfangs subluxierten Oberschenkelköpfe mit einem Klickgeräusch – dem Ortolani-Zeichen – in die Hüftpfanne zurück. Im positiven Falle darf der Test beim Neugeborenen nur einmal durchgeführt werden, da ansonsten der knorpelige Rand der Hüftgelenkspfanne (das Labrum acetabuli) durch den wiederholt darübergleitenden Hüftkopf geschädigt werden kann.
Tags: Dysplasie, Hüfte, Hüftgelenk
Fachgebiete: Kinderheilkunde, Orthopädie
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