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Giemsa-Färbung

Nach Gustav Giemsa (1867 - 1948), Hamburger Chemiker und Pharmazeut
Synonyme: Azur-Eosin-Methylenblau, Giemsas Azur-Eosin-Methylenblau, Giemsa-Romanowsky-Färbung
Englisch: Giemsa staining

1 Definition

Die Giemsa-Färbung ist eine nach der Romanowsky-Färbung modifizierte Differentialfärbung für methanolfixierte Blut- und Knochenmarkausstriche und zytologisches Material (beispielsweise Urinsediment, Sputum).

2 Chemische Zusammensetzung

Die Giemsa-Lösung besteht aus einer Mischung der Farbstoffe Azur A-Eosinat, Azur B-Eosinat, Methlyenblau-Eosinat und Methylenblauchlorid in Methylalkohol mit Glycerin als Stabilisator. Sie wird deshalb auch kurz als Azur-Eosin-Methylenblaulösung bezeichnet.

3 Färbeverhalten

Die Intensität der Färbung hängt von der genauen Zusammensetzung der Giemsa-Lösung ab. Zellkerne erscheinen in gefärbten Ausstrichen durch eine Komplexbildung der Farbstoffe mit der DNS purpurrot. Das Zytoplasma wird meist bläulich dargestellt. Parasiten- bzw. Protozoen-Kerne erscheinen ebenfalls leuchtend rot. Das Färberesultat kann jedoch deutliche Unterschiede aufweisen. Es wird unter anderem durch den pH Wert der Lösung und der Pufferlösung, die Puffersubstanzen, die Färbezeit und die Art der Fixierung beeinflusst.

Fachgebiete: Histologie

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Dipl. Sportwiss. Oliver Tenfelde schreibt seit dem 2.06.2012 im Flexikon, hat bereits 10 neue Artikel publiziert und 86 Artikeldetails verbessert.

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