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Antikoagulans

(Weitergeleitet von Antikoagulantien)

Synonyme: Antithrombotikum, Gerinnungshemmer, "Blutverdünner"

1 Definition

Antikoagulantien oder auch Gerinnungshemmer sind Medikamente, die die Blutgerinnung (Hämostase) hemmen.

2 Nomenklatur

Im erweiterten Sinn werden manchmal auch Wirkstoffe, die einen Einfluss auf die Thrombozytenfunktion haben (z.B. ASS), als Antikoagulantien bezeichnet. Sie bilden jedoch als Thrombozytenaggregationshemmer eine eigene Wirkstoffklasse und sind von den Antikoagulantien abzugrenzen.

3 Einsatzgebiete

Antikoagulantien werden in der Medizin dazu verwendet, die intravasale Bildung von Thromben zu verhindern (Thromboseprophylaxe). Sie kommen vor allem perioperativ zum Einsatz. Hier senken sie das Auftreten von Lungenembolien.

Ein Antikoagulation ist auch bei der Durchleitung von Blut durch einen extrakorporalen Kreislauf, z.B. im Rahmen einer Hämofiltration notwendig.

Bei Herzklappenersatz oder Vorhofflimmern dienen Antikoagulantien der Verhütung eines Schlaganfalls.

Bei bereits eingetretener Thrombose verhindert die therapeutische Antikoagulation eine Vergrößerung des Thrombus.

Blutproben für die Labordiagnostik werden ebenfalls häufig antikoaguliert (In-vitro-Antikoagulation). Gebräuchliche Antikoagulantien sind EDTA, Citrat und Heparin.

4 Wirkstoffe

Antikoagulantien können sehr unterschiedlichen Wirkstoffklassen angehören. Sie lassen sich unter anderem einteilen in:

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