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Anisozytose

Englisch: anisocytosis

1 Definition

Eine Anisozytose liegt bei ungleicher Größenverteilung von normalerweise gleich großen Zellen vor. Der Begriff Anisozytose wird in den allermeisten Fällen gleichbedeutend für eine Anisozytose von Erythrozyten verwendet. Es handelt sich um die häufigste Erythrozytenanomalie.

2 Histologie

Bei einer Anisozytose finden sich gegenüber der Durchschnittsgröße sowohl vergrößerte (Makrozyt), als auch verkleinerte (Mikrozyt) Erythrozyten. Die Form der Erythrozyten ist dabei normal. Wenn auch Formvarianten vorkommen, spricht man von Poikilozytose. Die Erythrozytenmorphologie kann im mikroskopischen Differentialblutbild mitbeurteilt werden.

3 Klinik

Ursache einer Anisozytose können Anämien mit pathologisch verminderter oder gesteigerter Erythropoese (z.B. Eisenmangelanämie) oder auch Störungen der Erythropoese ohne Anämie sein.

4 Labor

Als Indikator bzw. Maß für eine Anisozytose dient in der Laboratoriumsmedizin u.a. die mittels Durchflusszytometrie gemessene Erythrozytenverteilungsbreite (EVB, Referenzbereich: 11,5 - 14,5%). Die Price-Jones-Kurve (Verteilung der Erythrozytengröße bei Zählung) zeigt bei Anisozytose eine charakteristische breite Basis.

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