Englisch: platysma


Das Platysma gehört zur oberflächlichen Schicht der ventralen Halsmuskulatur. Als dünne Muskelplatte bedeckt es nahezu die gesamte anteriore Fläche des Halses und wird funktionell zur mimischen Muskulatur gerechnet.
Der Ursprung des Platysmas liegt an der Faszie, welche die oberen Anteile des Musculus pectoralis major und des Musculus deltoideus bedeckt. Darüber hinaus entspringen zahlreiche Fasern aus der Haut von Brust, Hals und Schulter.
Die Faserzüge laufen quer über die Clavicula und ziehen entlang der frontalen und lateralen Halsregion nach kranial und medial. Teilweise verflechten sie sich mit Faserzügen der Gegenseite.
Der Ansatz des Platysmas liegt kaudal der Linea obliqua des Unterkiefers (Mandibula). Einige Faserzüge inserieren in der Haut und im Bindegewebe der unteren Gesichtshälfte, wobei sie teilweise in den Musculus mentalis, den Musculus depressor anguli oris oder sogar den Musculus orbicularis oris einstrahlen können.
Unterhalb des Platysmas liegt die Ansa cervicalis superficialis. Zwischen Platysma und dem Musculus sternocleidomastoideus zieht die Vena jugularis externa vom Kieferwinkel zur Clavicula.
Das Platysma weist einen großen Variationsreichtum auf. Es kann als dünne, blasse Muskelplatte mit zahlreichen bindegewebigen Unterbrechungen vorliegen oder als dickes, rotes Muskelareal mit geringem Bindegewebsanteil.
Das Platysma wird vom Ramus colli des Nervus facialis innerviert.
Die Kontraktion des Platysmas führt zu einem Herabziehen des Unterkiefers, der Mundwinkel und der Unterlippe. Bei fixiertem Unterkiefer wird die Halshaut gespannt und verkürzt.
Das Platysma bildet sich - wie die übrige mimische Muskulatur - aus dem Mesenchym des 2. Kiemenbogens.


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