Wunddrainage
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1. Definition
Als Wunddrainage bezeichnet man eine Drainage (Abfluss-System) die in der Regel nach größeren operativen Eingriffen dazu dient, vorübergehend Blut und Wundsekret nach außen abzuleiten bzw. den initialen Wundheilungsprozess zu fördern.
Die gängigste Wunddrainage ist die Redon-Saugdrainage (benannt nach dem Pariser Kieferchirurgen Henry Redon).
2. Prinzip
Am Ende größere OPs wird vom Chirurgen vor der Hautnaht im Unterhautfettgewebe (Subkutis) eine Wunddrainage in die Wunde eingelegt und wenige cm von der Wunde entfert aus der Haut heraus geleitet.
Der Drainage-Schlauch wird mit einem unter Unterdruck stehenden Behältnis konnektiert, welches einen kontinuierlichen Sog ermöglicht.
Der Sog auf der Drainage bewirkt, dass Wundsekret (Blut und seröse Flüssigkeit) dabei nach außen abgeleitet wird und dass die Wundflächen zusammengezogen werden (was anfangs ein besseres Verheilen der Wundfläche bewirken soll).
Eine postoperative Wunddrainge (Redon-Drainage) wird gewöhnlich für 2-3 Tage belassen.