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Transkutane elektrische Nervenstimulation

Synonym: TENS

1 Definition

Die transkutane elektrische Nervenstimulation ist ein Verfahren zur Behandlung muskuloskelettaler Schmerzen.

2 Prinzip

Bei der TENS werden über dem schmerzhaften Areal Elektroden auf der Haut angebracht. Über diese Elektroden werden mit einem Stimulationsgerät sogenannte Rechteckimpulse abgegeben. Die Impulse sind selbst nicht schmerzhaft und haben eine variable Impulsweite (bis 0,5 s), Frequenz (bis 200 Hz) und Stromstärke.

3 Wirkung

Postuliert werden zwei verschiedene Wirkungsprinzipien. Bei niederfrequenter Stimulation werden möglicherweise körpereigene Endorphine freigesetzt, welche die Schmerzen lindern. Darauf deutet hin, dass die schmerzlindernden Effekte der niederfrequenten Stimulation durch Naloxon aufhebbar sind.

Bei hochfrequenter Stimulation kommt es wahrscheinlich über eine Reizung von schmerzleitenden Nervenfasern zu einer Interferenz mit der Schmerzübermittlung im Rückenmark.

4 Anwendung

Bei lokalen muskuloskeletalen Schmerzen kann die transkutane elektrische Nervenstimulation zur Schmerzlinderung beitragen und den Gebrauch von Analgetika reduzieren helfen. Für den Patienten ist die TENS eine aktive Auseinandersetzung mit dem Schmerz und kann zu einer besseren Schmerzverarbeitung beitragen.

Die Wirkung sollte individuell über mehrere Wochen erprobt werden. In der Regel werden täglich 2 Sitzungen zu 45 Minuten empfohlen. Eine längere bzw. Dauerstimulation wirkt sich nachgewiesenermaßen negativ aus, da schnell ein Gewöhnungseffekt eintritt.

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Fachgebiete: Neurologie

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